Dr. Michael Wilhelm - Apotheker

Dr. Michael Wilhelm

Ihr Apotheker in der Stern Apotheke München und Falken Apotheke Ismaning

Schwitzen ist (k)ein Sommerthema

Schwitzen ist (k)ein Sommerthema

Jeder tut es, doch keiner tut es gerne: Schwitzen. Obwohl die Schweißproduktion bis zu einem gewissen Maß völlig normal und sogar lebensnotwendig ist, gelten Körpergeruch und Schweiß als unangenehmste körperliche Zustände. Kaum eine Körperfunktion ist mit so vielen Vorurteilen behaftet wie das Schwitzen. Wer viel schwitzt sei unsportlich, unhygienisch oder übergewichtig – so ist die landläufige Meinung. Etwa 37 Grad – so hoch ist die Temperatur im menschlichen Körper normalerweise. Um sie zu halten, produziert er dauerhaft Wärme. Steigt jedoch die Außentemperatur oder produziert der Körper zu viel Wärme, muss er sie loswerden, um nicht zu überhitzen Wie viel man schwitzt, ist im Wesentlichen eine Frage der Konstitution, Menschen mit kleineren, runderen Körpern haben im Vergleich zur Masse eine kleinere Körperoberfläche und müssen deshalb stärker schwitzen, um mehr Wärme abzugeben. Auch genetische und hormonelle Aspekte spielen eine Rolle. Schwitzen kann man aber auch in gewissem Maß trainieren, etwa indem man regelmäßig Sport treibt oder in die Sauna geht. Allerdings reduziert man dabei nicht die Schweißmenge, sondern optimiert viel mehr die Wärmeabgabe. Man schwitzt also effizienter.
Frischer Schweiß müffelt nicht. Er besteht vor allem aus Wasser, Salzen, Harnstoff und Milchsäure. Erst wenn Bestandteile wie Milchsäure durch Bakterien auf der Haut zersetzt werden, entsteht der typische Geruch. Es sind die Bakterien, die den Geruch erzeugen, ihre Dichte und Zusammensetzung ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Rollern, sprühen oder schmieren für mehr Frische: Die Auswahl an Deos und Antitranspirants ist groß. Während Deodorants die Bakteriendichte auf der Haut reduzieren und Gerüche mit Duftstoffen überdecken, hemmen Antitranspirants das Schwitzen selbst. Sind die Hände oder Füße betroffen, kommt evtl. die Gleichstrombehandlung infrage. Vor allem für die die Achseln betreffende Hyperhidrose kommen zum Teil Botox-Spritzen zum Einsatz. In der Selbstmedikation hat sich Salbei-Extrakte in Kapseln bewährt.
Hyperhidrose – ein unbekanntes Krankheitsbild, das die Lebensqualität einschränkt. Wer dauerhaft unter starkem Schwitzen leidet, sollte das Gespräch mit einem Arzt suchen. Es gibt verschiedene Krankheiten, die mit starkem Schwitzen einhergehen, hierzu zählen u.a. Diabetes, Parkinson, Schildrüsenüberfunktion und auch Angststörungen.
Aber auch bestimmte Arzneimittel können eine vermehrte Schweißproduktion auslösen. z.B. bestimmte Opioide, Antidepressiva, Triptane bei Migräne, oder Betablocker usw… Medizinische Abklärung ist sinnvoll, wenn Symptome und Behandlungsmöglichkeiten im Alltag nicht ausreichen, wenn Betroffene unter schwerer Hyperhidrose leiden oder wenn die Beschwerden plötzlich auftreten. Insbesondere eine generalisierte Hyperhidrose kann auf hormonelle oder internistische Erkrankungen hinweisen.

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Ihr Dr. Wilhelm und Team der Falken Apotheke